Nachhaltige Freiraumplanung

Ein Balkon, ein Hof oder ein Garten - die Permakultur passt sich an !

 

Die Permakultur erzielt ökologische und nachhaltige Systeme für kleine und großräumige Objekte. Sie ist heute ein dehnbarer Begriff, der sich in drei große Bereiche unterteilen lässt: Die urbane, die gärtnerische und die soziale Permakultur. Einen Balkon oder die Fensterbretter einer Wohnung zu gestalten gehört bspw. zur urbanen Permakultur. Ein Projekt für einen Garten oder einen Bauernhof zu entwerfen gehört zur gärtnerischen Permakultur. Auch für Gemeinden und Vereine lassen sich Pläne designen, zum Beispiel für einen Dorfplatz. Das gehört dann eher zur sozialen Permakultur. Man kann diese Arbeit als Landschaftsplanung mit starker ökologischer Komponente bezeichnen. Der Hauptunterschied zur klassischen Landschaftsplanung ist, dass sich der Projektaufbau nicht nur auf das Objekt fokussiert, sondern viel mehr den gesamten sozialen und ökologischen Kontext mit einbezieht. Damit wird ein passender Plan erstellt, der so weit wie möglich ökologisch und nachhaltig ist. Dabei spielt die Größe des Objektes eine geringfügige Rolle, sondern es zählen die Möglichkeiten, die es in seinem Kontext bieten kann.

 

Permakultur-Konzept

 

Permakulturell gestaltete Lebensräume werden als Systeme aufgefasst, in denen das Zusammenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen so miteinander kombiniert wird, dass die Systeme zeitlich unbegrenzt funktionieren und die Bedürfnisse aller Elemente so weit wie möglich erfüllt werden. Bei der Gestaltung solcher Systeme werden auch integrative Denkansätze und Erkenntnisse aus Systemtheorie, Biokybernetik und Tiefenökologie angewandt. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit nicht nur auf die einzelnen Bestandteile eines Systems, sondern insbesondere auch auf die Beziehungen zwischen diesen und ihre optimale Nutzung für den Aufbau produktiver Systeme.

 


Ökosysteme als Beispiele


 

Ziel einer permakulturellen Planung ist die Erhaltung und schrittweise Optimierung, um ein sich selbst regulierendes System zu schaffen, das höchstens minimaler Eingriffe bedarf, um dauerhaft in einem dynamischen Gleichgewicht zu bleiben. Dabei stehen sich die Befriedigung kurzfristiger Bedürfnisse und die nachfolgender Generationen gleichwertig gegenüber. Das System soll stets produktiv und anpassbar bleiben. Vorbild sind dabei meist beobachtbare Selbstregulations­prozesse in Ökosystemen wie etwa Wäldern, Seen und Ozeanen.

 


Diese Video zeigt ein gutes Beispiel, was mit Permakultur möglich ist:

https://www.youtube.com/watch?v=FpD-tW6-lP8

 

Für die, die gern lesen und mehr die Permakultur kennenlernen wollen, empfehle ich dieser schöne Hausarbeit von der Studentin der Landschaftarchitektur Wiebke Witthuhn :

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Permakultur und Landschaftsarchitektur.p
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